H-ALPHA

DIE PROTUBERANZENAKTIVITÄT UND IHRE BREITENVERTEILUNG 2002 UND BREITENVERTEILUNG GROßER PROTUBERANZEN

Hugo Stetter 13.01.2003

Abstract: Distribution of quiescent prominences in latitude has been measured in 106 days in 2002. Analogous to the sunspot number Re a prominence number R has been used to describe Variation of intensity of activity. Distribution in latitude of big prominences from 1985 to 2002 is shown.

Benutzt wurde die Protuberanzenrelativzahl Rp nach Völker
(1) R = 10 . H + E dabei bedeuten:
H: Anzahl der Protuberanzenherde
E: Anzahl aller Einzelerscheinungen
Beobachtet wurde mit einem FH-Refraktor 125/1875 mm und Protuberanzenansatz H-alpha-Filter 1 nm. In Abb. 1 sind als Übersicht die Jahresdurchschnitte der Reo des "SONNE"-Netzes und der von mir ermittelten Rp seit 1985 gemeinsam aufgetragen.

Abb. 2 zeigt die Pr.-Aktivität 2002 (106 Beobachtungen).
R über der heliografischen Breite aufgetragen und auf % normiert. Die Hauptzonen bis 50° Breite sind fast gleich ausgebildet. Beide Polarzonen sind nahezu ganz verschwunden. Da für 29% aller Tage in 2002 Beobachtungen vorliegen, gibt diese gut bemessene Stichprobe den Stand der Pr.-Aktivität deutlich wieder. Auf die nördliche Hemisphäre entfielen 42,4%, auf die südliche 57,6%. Mit R wurde auch eine Typisierung der Pr, eingeführt. (2) Dabei werden kleine, große und außergewöhnlich große unterschieden. Die Einteilung benutze ich seit 1985 und habe die Breitenverteilung großer und außergewöhnlich großer, die sehr selten sind, von 1'985 bis 2002 ermittelt. Das Ergebnis zeigt Abb. 3

Es beruht auf 651 Einzelmessungen.
Eine statistische Prüfung zeigt, dass eine fast perfekte Normalverteilung mit dem Zentralwert 0=33° vorliegt. Der Anteil in den
Polarzonen oberhalb 50° Breite beträgt 21 %. Während flächenhafte zusammenhängende größere Fackelgebiete oberhalb 50° Breiten fast nie auftreten (3), ist der Anteil großer Pr. dort beträchtlich. Mit größerer Pr.-Höhe ist stärkerer magnetischer Fluss
verbunden (4), der also bis in Polnähe reicht. Allerdings beträgt er in der Chromosphäre nur wenige Prozent dessen in der Photosphäre.
Literatur:

(1) Reinsch, Beck, Hilbrecht, Völker, 1999, Die Sonne beobachten. 318/319
(2) desgl. 316/31?
(3) desgl. 286
(4) Tandberg-Hanssen, Solar Prominences R. Reidel Publ. Comp. 37 ff

Hugo Stetter, August Schmidt Ring 40, 45711 Datteln
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Letzte Änderung:  2003-04-25 18:24