GvA Hamburg verliert ihren Vereinssitz im Hamburger Planetarium

Die "Gesellschaft für volkstümliche Astronomie e.V. Hamburg, GvA", 1964 noch unter dem Namen "Verein Hamburger Sternfreunde, VHS" gegründet, und damit eines der ältesten Astronomievereinigungen in Deutschland, wird ihren Stammsitz im Hamburger Planetarium, wo sie seit Juni 1970 durchgängig untergebracht war, verlieren.

Hintergrund dieses für die Vereinsmitglieder schmerzlichen, unverständlichen und schwer nachvollziehbaren Rauswurfs: Die GvA, u.a. Herausgeberin der bekannten Astrozeitschrift "Sternkieker" und des GvA TV-AstroGuide muss den Plänen der Hamburger Kulturbehörde und des seit 2000 amtierenden Leiters des Hamburger Planetariums, Thomas W. Kraupe, weichen. Schon zuvor musste der Verein zahlreiche Einschränkungen in seiner Tätigkeit hinnehmen, zuletzt wurde auf der vereinseigenen Sternwarte ein Beleuchtungskörper installiert, der der Illumination des Gebäudes diente.

Wie es offiziell heißt, soll das Planetarium innerhalb des im Hamburger Stadtpark befindlichen Wasserturms, eines altehrwürdigen und unter Denkmalschutz stehenden Gebäudes, wachsen. Für neue Aufgaben, so wurde erklärt, bestünde zusätzlicher Raumbedarf. Daher wird der GvA Hamburg fristlos gekündigt, und eine Rückkehr nach einer am 15. August 2002 beginnenden längeren Umbauphase nicht zugestanden. Aus diesem Grund wird es wohl nach dem Umbau vor Ort auch keine Livebeobachtungen des realen Sternenhimmels mehr geben.

Die GvA wird damit heimatlos zukünftig nicht mehr über Versammlungs- und Sternwartenräume in gut erreichbarer Lage innerhalb Hamburgs verfügen. Das weitere Schicksal der kompletten Ausstattung der über 30 Jahre benutzten Sternwarte ist zur Zeit nicht abzusehen. Über die weitere Entwicklung wird an dieser Stelle berichtet.

Manfred Holl, für den GvA-Vorstand
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Letzte Änderung:  2002-06-10 16:54