Eine Untersuchung solarer Radiostrahlungsausbrüche (Bursts) über einen weiten Frequenzbereich aus den Jahren 1960 bis 1999, das sind drei volle und zwei teilweise abgedeckte Fleckenzyklen, erbrachte die Möglichkeit für Störungen (starkes Rauschen, Unterbrechungen u.ä.) heutiger mobiler Kommunikationssysteme. Insbesondere in den Jahren um das Sonnenaktivitätsmaximum treten solche Bursts auf.
Louis J. Lanzerotti (Bell Laboratories, Lucent Technologies), Dale E. Gary und David J. Thomson (beide New Jersey Institute of Technology, Physics Department) forschten nach Störungsanfälligkeiten moderner drahtloser Kommunikationssysteme im Frequenzbereich von 1 bis 20 Gigahertz. Die meisten solcher Systeme arbeiten bei 0,9 bis ca. 3 Gigahertz. Starke solare Bursts können durchschnittlich an 10 bis 20 Tagen im Jahr vorkommen, wobei um das Zyklusmaximum solarer Aktivität mehr und stärkere Bursts zu erwarten sind, im Minimum dagegen weniger. Der Effekt auf Mobilkommunikationssysteme ist allerdings abhängig von der Lage der Antennen: In Ost-West-Richtung ausgerichtete besitzen mittags die geringste Störungsanfälligkeit, morgens und abends hingegen die höchste. Ursache für diese Lageänderung im Laufe eines Tages ist die Erdrotation. Darum können Störungen auch nur durchschnittlich alle 40 bis 80 Tage in einem Gebiet auftreten. Ein einziger Burst jedoch kann dann große Gebiete auf der Tagseite der Erde betreffen.
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Letzte Änderung: 2002-05-13 19:40 |