Andreas Zunker und Andreas Bulling, 16.03.2002
Im Auswertungsjahr 2001 betrug das Jahresmittel der Sonnenfleckenrelativzahl Re 117,6 (2000: 119,1). Diese nur geringe Differenz weist schon darauf hin, daß die Sonnenaktivität in 2001 nochmals recht hoch war. Das niedrigste Monatsmittel wurde mit 83,1 im Februar registriert, das höchste im September mit 165,9. Ausführliche Informationen zu den Ergebnissen des SONNE-Netzes finden Sie aus aktuellem Anlaß im Maximum-Report XII. Im Jahr 2001 trugen die Beobachter 13758 auswertbare Beobachtungen zusammen (2000: 14232). Die Zahl der Beobachter (Personen oder Gruppen) nahm ebenfalls ab, auf 107 (2000: 116), die der Instrumente auf 118 (2000: 128), es gab 11 Doppelbeobachter (2000: 12).
Um hier eine Trendwende einzuleiten, sind in 2002 verschiedene Maßnahmen vorgesehen, wie z.B. der Aufruf in diesem Heft. Ein erster Schritt war die Einbeziehung der Beobachtungen, die monatlich über die Internet-Mailingliste "SolNet" kommuniziert werden, ab dem 4. Quartal 2001. Dadurch konnten 3 neue Beobachter in Nordamerika hinzugewonnen werden.
Allen Beobachtern ein großes Dankeschön für ihre fleißige Mitarbeit im vergangenen Jahr!!!
Abb. 1: Entwicklung des SONNE-Netzes 1977-2001
Drei Beobachter (Ernst-Günter Bröckels, Refr. 120/1000; Hr./Fr. Claeyes, Refl. 63/900 und Xaver Willi, Refl. 200/1320) konnten zu neuen Bezugsbeobachtern ernannt werden. Die Basis unserer Bezugsbeobachter bleibt erfreulich stabil, ein Zeichen für die allgemein sehr hohe Zuverlässigkeit unserer Beobachtungen!
Die fleißigen Dateneintipper waren in 2001: Ernst-Günter Bröckels, Andreas Bulling, Martin Dillig, Franky Dubois, Manfred Holl, Felix Hormuth, Andreas Zunker. Herzlichen Dank für diese wichtige Tätigkeit! Einige Beobachter entlasteten uns, indem sie ihre Daten wieder selbst eingaben und uns per eMail zur Verfügung stellten. Vielen Dank auch dafür!
Das Jahr 2001 war das 25. Jahr des SONNE-Relativzahlnetzes. In SONNE 2 (Juni 1977) rief die Bremer Sonnegruppe zur zentralen Sammlung der Relativzahl-Beobachtungen auf, ein einheitliches Formblatt wurde präsentiert. In SONNE 5 (Februar 1978) veröffentlichte Rainer Kayser (Hamburg) dann die erste Quartalsauswertung (3/1977). Ab 1979 übernahm Klaus Reinsch (Berlin) die Auswertung. Im Jahre 1981 führte er (auf der Basis einer Untersuchung von Erich Karkoschka) das neue Auswertungsverfahren ein, das bis heute unverändert verwendet wird. Anfang der 80er Jahre kamen viele neue Beobachter, auch aus dem Ausland, hinzu. Daher kann seit 1980 für jeden Tag des Jahres eine Netz-Relativzahl berechnet werden! In den Jahren 1992/93 wurden die Daten von Georg Piehler (Frankfurt a.M.) ausgewertet, seit 1994 durch die Autoren dieses Artikels.
Abb. 2: Monatsmittel der Relativzahlen des SONNE-Netzes 1977-2001,
geglättet nach der P17-Methode
In den vergangen 25 Jahren trugen die mehr als 400 Beobachter genau 318 617 Einzelbeobachtungen zusammen. Das ist, meinen wir, eine einmalige Leistung, auf die unsere Fachgruppe stolz sein kann!
Ein Riesen-Dankeschön geht letztmalig an die WFS-Sonnegruppe in Berlin. Mehr als 20 Jahre lang war sie auch die "Poststelle" des SONNE-Netzes, ohne die dessen erfolgreiche Arbeit nicht möglich gewesen wäre! Vielen Dank, liebe Berliner !!!
Ab 2002 ändert sich die Kontaktadresse unserer Fachgruppe und damit auch die Adresse für die Einsendung der Relativzahl-Listen:
Andreas Bulling, SONNE-Relativzahlnetz
c/o Sternfreunde im FEZ e.V.
An der Wuhlheide 197
D-12459 Berlin
eMail: Andreas Bulling
Wir wünschen allen Beobachtern und Freunden des SONNE-Netzes weitere 25 erfolgreiche Jahre!
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Letzte Änderung: 2002-03-16 17:45 |